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ALLGEMEINE REISEBEDINGUNGEN (ARB)

FÜR REISEVERANSTALTUNGSLEISTUNGEN

Sehr geehrter Reisegast, wir begrüßen Sie recht herzlich als geschätzter Reisekunde und dürfen Sie ausführlich darüber unterrichten,
welche Leistungen wir erbringen, wofür wir einstehen und welche Pflichten Sie uns gegenüber haben. Die im folgenden
angegebenen Paragrafen beziehen sich auf die seit dem 1.7.2018 geltende Gesetzesfassung.
Informationen zu vorbehaltenen Preis- oder Leistungsänderungen nach Vertragsabschluss finden Sie in Ziffer 4 und 5.
Unsere Reisen sind auf eine Mindestteilnehmerzahl konzipiert, die in der jeweiligen Ausschreibung für den einzelnen Reisetermin
angegeben ist. Näheres – auch zur Absagefrist bis spätestens am 21. Tag vor Reisebeginn – finden Sie in Ziffer 9. Die
Reisebedingungen informieren Sie zum Beispiel auch über Ihre gesetzlich geregelten Obliegenheiten zur Vermeidung von
Anspruchsverlusten in Ziffer 10.

Die nachfolgenden Bestimmungen werden, soweit
wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen dem Kunden
und dem Reiseveranstalter reiseart GmbH & Co. KG zu
Stande kommenden Pauschalreisvertrages. Sie
ergänzen die gesetzlichen Vorschriften der §§ 651a - y
BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und der Artikel 250 und
252 des EGBGB (Einführungsgesetz zum BGB) und
füllen diese aus. Die Reisebedingungen gelten folglich
nicht, wenn der Kunde keine Pauschalreise (sondern z.B.
verbundene Reiseleistungen gem. § 651w BGB) gebucht
hat, da er hierüber eine entsprechende andere
Information erhält. Die Reisebedingungen gelten ferner
nicht für Geschäftsreisen, soweit mit dem Kunden ein
Rahmenvertrag für die Organisation von Geschäftsreisen
geschlossen wurde.
1. Zeitlicher Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Reisebedingungen gelten für alle
Pauschalreiseverträge zwischen dem Reiseveranstalter
reiseart GmbH & Co. KG und dem Kunden, die ab
01.07.2018 geschlossen werden.
2. Abschluss des Pauschalreisevertrages / Verpflichtung
für Mitreisende
2.1. Für alle Buchungswege (z.B. im Reisebüro, direkt
beim Veranstalter, telefonisch, online etc.) gilt:
a) Grundlage dieses Angebots sind die
Reiseausschreibung und die ergänzenden Informationen
des Reiseveranstalters für die jeweilige Reise, soweit
diese dem Kunden bei der Buchung vorliegen.
b) Der Kunde hat für alle Vertragsverpflichtungen von
Reisenden, für die er die Buchung vornimmt, wie für
seine eigenen einzustehen, soweit er diese Verpflichtung
durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung
übernommen hat.
c) Weicht der Inhalt der Reisebestätigung des
Reiseveranstalters vom Inhalt der Buchung ab, so liegt
ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor, an das er
für die Dauer von zehn Tagen gebunden ist. Der Vertrag
kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots
zustande, soweit der Reiseveranstalter bezüglich des
neuen Angebots auf die Änderung hingewiesen und
seine vorvertraglichen Informationspflichten erfüllt hat
und der Kunde innerhalb der Bindungsfrist dem
Reiseveranstalter die Annahme durch ausdrückliche
Erklärung oder Anzahlung erklärt.
d) Die vom Veranstalter gegebenen vorvertraglichen
Informationen über wesentliche Eigenschaften der
Reiseleistungen, den Reisepreis und alle zusätzlichen
Kosten, die Zahlungsmodalitäten, die Mindestteilnehmerzahl
und die Stornopauschalen (gem. Artikel
250 § 3 Nummer 1, 3 bis 5 und 7 EGBGB) werden nur
dann nicht Bestandteil des Pauschalreisevertrages,
sofern dies zwischen den Parteien ausdrücklich
vereinbart ist.
2.2. Für die Buchung, die mündlich, telefonisch,
schriftlich, per E-Mail, oder per Telefax erfolgt, gilt:
a) Mit der Buchung (Reiseanmeldung) bietet der Kunde
dem Reiseveranstalter den Abschluss des
Pauschalreisevertrages verbindlich an.
b) Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Reisebestätigung
durch den Reiseveranstalter zustande. Bei
oder unverzüglich nach Vertragsschluss wird der
Reiseveranstalter dem Kunden eine den gesetzlichen
Vorgaben entsprechende Reisebestätigung auf einem
dauerhaften Datenträger übermitteln (welcher es dem
Kunden ermöglicht, die Erklärung unverändert so
aufzubewahren oder zu speichern, dass sie ihm in einem
angemessenen Zeitraum zugänglich ist, z.B. auf Papier
oder per Email), sofern der Reisende nicht Anspruch auf
eine Reisebestätigung in Papierform nach Art. 250 § 6
Abs. 1 Satz 2 EGBGB hat, weil der Vertragsschluss in
gleichzeitiger körperlicher Anwesenheit beider Parteien
oder außerhalb von Geschäftsräumen erfolgte.
2.3. Bei Buchungen im elektronischen Geschäftsverkehr
(z.B. Internet, App, Telemedien) gilt für den
Vertragsabschluss:
a) Dem Kunden wird der Ablauf der elektronischen
Buchung in der entsprechenden Anwendung erläutert.
b) Dem Kunden steht zur Korrektur seiner Eingaben, zur
Löschung oder zum Zurücksetzen des gesamten
Buchungsformulars eine entsprechende
Korrekturmöglichkeit zur Verfügung, deren Nutzung
erläutert wird.
c) Die zur Durchführung der elektronischen Buchung
angebotenen Vertragssprachen sind angegeben.
d) Soweit der Vertragstext vom Reiseveranstalter
gespeichert wird, wird der Kunde darüber und über die
Möglichkeit zum späteren Abruf des Vertragstextes
unterrichtet.
e) Mit Betätigung des Buttons (der Schaltfläche)
"zahlungspflichtig buchen“ bietet der Kunde dem
Reiseveranstalter den Abschluss des
Pauschalreisevertrages verbindlich an.
f) Dem Kunden wird der Eingang seiner Reiseanmeldung
unverzüglich auf elektronischem Weg bestätigt
(Eingangsbestätigung).
g) Die Übermittlung der Reiseanmeldung durch
Betätigung des Buttons begründet keinen Anspruch des
Kunden auf das Zustandekommen eines Vertrages.
h) Der Vertrag kommt erst durch den Zugang der
Reisebestätigung des Reiseveranstalters beim Kunden
zu Stande, die auf einem dauerhaften Datenträger
erfolgt. Erfolgt die Reisebestätigung sofort nach
Betätigung des Buttons „zahlungspflichtig buchen“ durch
entsprechende unmittelbare Darstellung der
Reisebestätigung am Bildschirm, so kommt der
Pauschalreisevertrag mit Darstellung dieser
Reisebestätigung zu Stande. In diesem Fall bedarf es
auch keiner Zwischenmitteilung über den Eingang der
Buchung gemäß Buchstabe f) oben, soweit dem Kunden
die Möglichkeit zur Speicherung auf einem dauerhaften
Datenträger und zum Ausdruck der Reisebestätigung
angeboten wird. Die Verbindlichkeit des
Pauschalreisevertrages ist jedoch nicht davon abhängig,
dass der Kunde diese Möglichkeiten zur Speicherung
oder zum Ausdruck tatsächlich nutzt.
2.4 Der Reiseveranstalter weist darauf hin, dass nach
den gesetzlichen Vorschriften (§§ 312 Abs. 7, 312g Abs.
2 Satz 1 Nr. 9 BGB) bei Pauschalreiseverträgen nach §
651a und §651c BGB, die im Fernabsatz abgeschlossen
wurden (Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, EMails,
über Mobilfunk versendete Kurznachrichten (SMS)
sowie Rundfunk, Telemedien und Onlinedienste), kein
Widerrufsrecht besteht, sondern lediglich die
gesetzlichen Rücktritts- und Kündigungsrechte,
insbesondere das Rücktrittsrecht gemäß §651h BGB
(siehe hierzu auch Ziff. 6). Ein Widerrufsrecht besteht
jedoch, wenn der Vertrag über Reiseleistungen nach
§651a BGB außerhalb von Geschäftsräumen
geschlossen worden ist, es sei denn, die mündlichen
Verhandlungen, auf denen der Vertragsschluss beruht,
sind auf vorhergehende Bestellung des Verbrauchers
geführt worden; im letztgenannten Fall besteht kein
Widerrufsrecht.
3. Bezahlung
3.1 Reiseveranstalter und Reisevermittler dürfen
Zahlungen auf den Reisepreis vor Beendigung der
Pauschalreise nur fordern oder annehmen, wenn ein
wirksamer Kundengeldabsicherungsvertrag besteht und
dem Kunden der Sicherungsschein mit Namen und
Kontaktdaten des Kundengeldabsicherers in klarer,
verständlicher und hervorgehobener Weise übergeben
wurde. Nach Vertragsabschluss wird gegen
Aushändigung des Sicherungsscheines eine Anzahlung
in Höhe von 20 % des Reisepreises zur Zahlung fällig.
Die Restzahlung wird 21 Tage vor Reisebeginn fällig,
sofern der Sicherungsschein übergeben ist und das
Rücktrittsrecht des Reiseveranstalters aus dem in Ziffer 9
genannten Grund nicht mehr ausgeübt werden kann.
3.2 Leistet der Kunde die Anzahlung und/oder die
Restzahlung nicht entsprechend den vereinbarten
Zahlungsfälligkeiten, obwohl der Reiseveranstalter zur
ordnungsgemäßen Erbringung der vertraglichen
Leistungen bereit und in der Lage ist, seine gesetzlichen
Informationspflichten erfüllt hat und kein gesetzliches
oder vertragliches Zurückbehaltungsrecht des Kunden
besteht, so ist der Reiseveranstalter berechtigt, nach
Mahnung mit Fristsetzung vom Pauschalreisevertrag
zurückzutreten und den Kunden mit Rücktrittskosten
gemäß Ziffer 6 zu belasten.
4. Änderungen von Vertragsinhalten vor Reisebeginn, die
nicht den Reisepreis betreffen
4.1 Abweichungen wesentlicher Eigenschaften von
Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des
Pauschalreisevertrages, die nach Vertragsabschluss
notwendig werden und vom Reiseveranstalter nicht wider
Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind dem
Reiseveranstalter vor Reisebeginn gestattet, soweit die
Abweichungen unerheblich sind und den
Gesamtzuschnitt der Reise nicht beeinträchtigen.
4.2. Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Kunden
über Leistungsänderungen unverzüglich nach Kenntnis
von dem Änderungsgrund auf einem dauerhaften
Datenträger (z.B. auch durch E-Mail, SMS oder
Sprachnachricht) klar, verständlich und in
hervorgehobener Weise zu informieren.
4.3 Im Fall einer erheblichen Änderung einer
wesentlichen Eigenschaft einer Reiseleistung oder der
Abweichung von besonderen Vorgaben des Kunden, die
Inhalt des Pauschalreisevertrags geworden sind, ist der
Kunde berechtigt, innerhalb einer vom Reiseveranstalter
gleichzeitig mit Mitteilung der Änderung gesetzten
angemessenen Frist entweder die Änderung
anzunehmen oder unentgeltlich vom
Pauschalreisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme
an einer Ersatzreise zu verlangen, wenn der
Reiseveranstalter eine solche Reise angeboten hat.
Der Kunde hat die Wahl, auf die Mitteilung des
Reiseveranstalters zu reagieren oder nicht. Wenn der
Kunde gegenüber dem Reiseveranstalter reagiert, dann
kann er entweder der Vertragsänderung zustimmen, die
Teilnahme an einer Ersatzreise verlangen, sofern ihm
eine solche angeboten wurde, oder unentgeltlich vom
Vertrag zurücktreten. Wenn der Kunde gegenüber dem
Reiseveranstalter nicht oder nicht innerhalb der
gesetzten Frist reagiert, gilt die mitgeteilte Änderung als
angenommen. Hierauf ist der Kunde in der Erklärung
gemäß Ziffer 4.2 in klarer, verständlicher und
hervorgehobener Weise hinzuweisen.
4.4. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben
unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit
Mängeln behaftet sind. Hatte der Reiseveranstalter für
die Durchführung der geänderten Reise bzw. Ersatzreise
bei gleichwertiger Beschaffenheit geringere Kosten, ist
dem Kunden der Differenzbetrag entsprechend § 651m
Abs. 2 BGB zu erstatten.
5. Preis- und Vertragsänderungen nach Vertragsschluss,
erhebliche Vertragsänderungen, Rechte des Kunden
5.1 Der Reiseveranstalter behält sich vor, den Reisepreis
nach Vertragsschluss einseitig zu erhöhen, wenn die
Erhöhung des Reisepreises sich unmittelbar aus einer
tatsächlich erst nach Vertragsschluss erfolgten und bei
Abschluss des Vertrages nicht vorhersehbaren a)
Erhöhung des Preises für die Beförderung von Personen
aufgrund höherer Kosten für Treibstoff oder andere
Energieträger, b) einer Erhöhung der Steuern und
sonstigen Abgaben für vereinbarte Reiseleistungen, wie
Touristenabgaben, Hafen- oder Flughafengebühren, oder
c) einer Änderung der für die betreffende Pauschalreise
geltenden Wechselkurse ergibt. Der Reisepreis wird in
den genannten Fällen in dem Umfang geändert, wie sich
die Erhöhung der in a) bis c) genannten Faktoren pro
Person auf den Reisepreis auswirkt. Sollte dies der Fall
sein, wird der Reiseveranstalter den Kunden umgehend
auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. per E-Mail) klar
und verständlich über die Preiserhöhung und deren
Gründe unterrichten und hierbei die Berechnung der
Preiserhöhung mitteilen. Eine Preiserhöhung ist nur
wirksam, wenn sie den in diesem Absatz genannten
Anforderungen entspricht und die Unterrichtung des
Kunden nicht später als 20 Tage vor Reisebeginn erfolgt.
Eine Preiserhöhung, die ab dem 20. Tage vor dem
vereinbarten Abreisetermin verlangt wird, ist unwirksam.
Auf die Verpflichtung des Reiseveranstalters zur
Preissenkung nach 5.2 wird ausdrücklich hingewiesen.
5.2 Da 5.1 die Möglichkeit einer Erhöhung des
Reisepreises vorsieht, kann der Kunde eine Senkung des
Reisepreises verlangen, wenn und soweit sich die in 5.1
unter a) bis c) genannten Preise, Abgaben oder
Wechselkurse nach Vertragsschluss und vor
Reisebeginn geändert haben und dies zu niedrigeren
Kosten für den Reiseveranstalter führt. Hat der Kunde
mehr als den hiernach geschuldeten Betrag gezahlt, ist
der Mehrbetrag vom Reiseveranstalter zu erstatten. Der
Reiseveranstalter darf von dem zu erstattenden
Mehrbetrag die ihr tatsächlich entstandenen
Verwaltungsausgaben abziehen und hat dem Kunden auf
dessen Verlangen nachzuweisen, in welcher Höhe
Verwaltungsausgaben entstanden sind.
5.3 Der Reiseveranstalter behält sich vor, nach
Vertragsschluss andere Vertragsbedingungen als den
Reisepreis einseitig zu ändern, wenn die Änderungen
unerheblich sind, den Gesamtzuschnitt der gebuchten
Reise nicht beeinträchtigen und nicht wider Treu und
Glauben herbeigeführt werden (z. B. bei Flugzeitenänderungen
bis zu 4 Stunden, Routenänderungen). Der
Reiseveranstalter hat den Kunden hierüber auf einem
dauerhaften Datenträger (z. B. per E- Mail, SMS oder
Sprachnachricht) klar, verständlich und in
hervorgehobener Weise über die Änderung zu
unterrichten. Die Änderung ist nur wirksam, wenn sie
diesen Anforderungen entspricht und vor Reisebeginn
erklärt wird.
5.4 Erhebliche Vertragsänderungen: Übersteigt die in 5.1
vorbehaltene Preiserhöhung 8%, kann der
Reiseveranstalter sie nicht einseitig vornehmen. Der
Reiseveranstalter kann indes dem Kunden eine
entsprechende Preiserhöhung anbieten und verlangen,
dass er innerhalb einer bestimmten
Frist, die angemessen sein muss, (1) das Angebot
zur Preiserhöhung annimmt oder (2) seinen Rücktritt vom
Vertrag erklärt. Das Angebot zu einer Preiserhöhung
kann nicht später als 20 Tage vor Reisebeginn
unterbreitet werden. Kann der Reiseveranstalter die
Reise aus einem nach Vertragsschluss eingetretenen
Umstand nur unter erheblicher Änderung einer der
wesentlichen Eigenschaften der Reiseleistungen (Art.
250 § 3 Nr. 1 EGBGB) oder nur unter Abweichung von
besonderen Vorgaben des Kunden, die Inhalt des
Vertrages geworden sind, verschaffen, so gilt Satz 2
dieser Ziffer 5.4 entsprechend, d. h. der
Reiseveranstalter kann dem Kunden die entsprechende
andere Vertragsänderung anbieten und verlangen, dass
der Kunde innerhalb einer bestimmten Frist, die
angemessen sein muss, (1) das Angebot zur
Vertragsänderung annimmt oder (2) seinen Rücktritt vom
Vertrag erklärt. Das Angebot zu einer solchen sonstigen
Vertragsänderung kann nicht nach Reisebeginn
unterbreitet werden.
5.5 Der Reiseveranstalter kann dem Kunden in ihrem
Angebot zu einer Preiserhöhung oder sonstigen
Vertragsänderung nach 5.4 wahlweise auch die
Teilnahme an einer anderen Pauschalreise (Ersatzreise)
anbieten, über die der Reiseveranstalter den Kunden
nach Art. 250 § 10 EGBGB zu informieren hat.
5.6 Nach dem Ablauf einer vom Reiseveranstalter nach
5.4 bestimmten Frist gilt das Angebot zur Preiserhöhung
oder sonstigen Vertragsänderung als angenommen.
5.7 Tritt der Kunde nach 5.4 vom Vertrag zurück, findet §
651h Abs. 1 S. 2 und Abs. 5 BGB entsprechend
Anwendung. Soweit der Reiseveranstalter infolge des
Rücktritts des Kunden zur Rückerstattung des
Reisepreises verpflichtet war, hat dieser unverzüglich,
auf jeden Fall innerhalb von 14Tagen nach dem Rücktritt,
Zahlung zu leisten. Ansprüche des Kunden nach § 651i
Abs. 3 Nr. 7 BGB bleiben unberührt.
5.8 Nimmt der Kunde das Angebot zur Vertragsänderung
oder zur Teilnahme an einer Ersatzreise an und ist die
Reise im Vergleich zur ursprünglich geschuldeten nicht
von mindestens gleichwertiger Beschaffenheit, gilt §
651m BGB
entsprechend; ist sie von gleichwertiger Beschaffenheit,
aber für den Reiseveranstalter mit geringeren Kosten
verbunden, ist im Hinblick auf den Unterschiedsbetrag §
651m Abs. 2 BGB entsprechend anzuwenden.
6. Rücktritt durch den Kunden vor Reisebeginn /
Rücktrittskosten
6.1 Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn vom
Pauschalreisevertrag zurücktreten. Der Rücktritt ist
gegenüber dem Reiseveranstalter schriftlich zu erklären.
Falls die Reise über einen Reisevermittler gebucht
wurde, kann der Rücktritt auch diesem gegenüber erklärt
werden. Dem Kunden wird empfohlen, den Rücktritt auf
einem dauerhaften Datenträger zu erklären.
6.2 Tritt der Kunde vor Reisebeginn zurück oder tritt er
die Reise nicht an, so verliert der Reiseveranstalter den
Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann der
Reiseveranstalter eine angemessene Entschädigung
verlangen, soweit der Rücktritt nicht von ihm zu vertreten
ist oder am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer
Nähe außergewöhnliche Umstände auftreten, die die
Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung
von Personen an den Bestimmungsort erheblich
beeinträchtigen; Umstände sind unvermeidbar und
außergewöhnlich, wenn sie nicht der Kontrolle des
Reiseveranstalters unterliegen, und sich ihre Folgen
auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle
zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären.
Eintrittskarten 100%, sofern nichts anders
ausgeschrieben und ein Weiterverkauf bis zum
Veranstaltungsbeginn nicht möglich ist.
Die reiseart GmbH & Co. KG empfiehlt dringend den
Abschluss einer Reise-Rücktrittskostenversicherung.
Dem Kunden bleibt in jedem Fall der Nachweis gestattet,
die dem Reiseveranstalter zustehende angemessene
Entschädigung sei wesentlich niedriger als die von ihm
geforderte Entschädigungspauschale.
Der Reiseveranstalter behält sich vor, anstelle der
vorstehenden Entschädigungspauschalen eine höhere,
individuell berechnete Entschädigung zu fordern, soweit
der Reiseveranstalter nachweist, dass ihm wesentlich
höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare
Entschädigungspauschale entstanden sind. In diesem
Fall ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die geforderte
Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten
Aufwendungen sowie abzüglich dessen, was er durch
anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwirbt,
konkret zu beziffern und zu begründen.
Ist der Reiseveranstalter infolge eines Rücktritts zur
Rückerstattung des Reisepreises verpflichtet, hat er
diese unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14
Tagen nach Zugang der Rücktrittserklärung zu leisten.
Das gesetzliche Recht des Kunden, gemäß
§ 651e BGB vom Reiseveranstalter durch Mitteilung auf
einem dauerhaften Datenträger zu verlangen,
dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten
aus dem Pauschalreisevertrag eintritt,
bleibt durch die vorstehenden Bedingungen unberührt.
Eine solche Erklärung ist in jedem Fall
rechtzeitig, wenn sie dem Reiseveranstalter 7 Tage vor
Reisebeginn zugeht.
7. Umbuchungen
7.1 Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsabschluss
auf Änderungen hinsichtlich des Reisetermins, des
Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft
oder der Beförderungsart (Umbuchung) besteht nicht.
Dies gilt nicht, wenn die Umbuchung erforderlich ist, weil
der Reiseveranstalter keine, eine unzureichende oder
falsche vorvertragliche Information gemäß Art. 250 § 3
EGBGB gegenüber dem Reisenden gegeben hat; in
diesem Fall ist die Umbuchung kostenlos möglich.
Wird in den übrigen Fällen auf Wunsch des Kunden
dennoch eine Umbuchung vorgenommen, kann der
Reiseveranstalter eine Bearbeitungsgebühr erheben, die
sich wie folgt bestimmt:
Bis 60 Tage vor Reisebeginn wird eine Pauschale in
Höhe von mindestens 75,- Euro pro Person fällig.
Danach sind Umbuchungen nur nach vorherigem
Rücktritt vom Reisevertrag unter den vorgenannten
Bedingungen 6.2 bei gleichzeitiger Neuanmeldung fällig.
8. Nicht in Anspruch genommene Leistung
Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen, zu deren
vertragsgemäßer Erbringung der Reiseveranstalter bereit
und in der Lage war, nicht in Anspruch aus Gründen, die
dem Reisenden zuzurechnen sind, hat er keinen
Anspruch auf anteilige Erstattung des Reisepreises,
soweit solche Gründe ihn nicht nach den gesetzlichen
Bestimmungen zum kostenfreien Rücktritt oder zur
Kündigung des Reisevertrages berechtigt hätten.
Der Reiseveranstalter wird sich um Erstattung der
ersparten Aufwendungen durch die Leistungsträger
bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich
um völlig unerhebliche Aufwendungen handelt.
9. Rücktritt wegen Nichterreichens der
Mindestteilnehmerzahl
9.1. Der Reiseveranstalter kann wegen Nichterreichens
der Mindestteilnehmerzahl vom Pauschalreisevertrag
zurücktreten, wenn er in der jeweiligen vorvertraglichen
Unterrichtung die Mindestteilnehmerzahl beziffert hat. Die
späteste
Rücktrittsfrist beträgt beim Reiseveranstalter
reiseart GmbH & Co. KG 21 Tage vor Reisebeginn,
außer bei 1- oder 2 Tagesfahrten, hier gilt die Frist von
48 Stunden vor Reisebeginn. Sollte bereits zu einem
früheren Zeitpunkt ersichtlich sein, dass die
Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann, hat
der Reiseveranstalter unverzüglich von seinem
Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen.
9.2. Wird die Reise aus diesem Grund nicht durchgeführt,
hat der Reiseveranstalter unverzüglich, auf jeden Fall
aber innerhalb von 14 Tagen nach dem Zugang der
Rücktrittserklärung, Zahlungen des Kunden auf den
Reisepreis zurückzuerstatten.
10. Mitwirkungspflicht des Reisenden
10.1 Reiseunterlagen
Der Kunde hat den Reiseveranstalter oder seinen
Reisevermittler, über den er die Pauschalreise gebucht
hat, zu informieren, wenn er die notwendigen
Reiseunterlagen (z.B. Flugschein, Hotelgutschein) nicht
innerhalb der vom Reiseveranstalter mitgeteilten Frist
erhält.
10.2 Mängelanzeige / Abhilfeverlangen
Wird die Reise nicht frei von Reisemängeln erbracht, so
kann der Reisende Abhilfe verlangen. Soweit der
Reiseveranstalter infolge einer schuldhaften
Unterlassung der Mängelanzeige nicht Abhilfe schaffen
konnte, kann der Reisende weder Minderungsansprüche
nach § 651m BGB noch Schadensersatzansprüche nach
§ 651n BGB geltend machen. Der Reisende ist
verpflichtet, seine Mängelanzeige unverzüglich dem
Vertreter des Reiseveranstalters vor Ort zur Kenntnis zu
geben.
Ist ein Vertreter des Reiseveranstalters vor Ort nicht
vorhanden und vertraglich nicht geschuldet, sind etwaige
Reisemängel dem Reiseveranstalter unter
der mitgeteilten Kontaktstelle des Reiseveranstalters zur
Kenntnis zu bringen; über die Erreichbarkeit des
Vertreters des Reiseveranstalters bzw. seiner
Kontaktstelle vor Ort wird in der Reisebestätigung
unterrichtet. Der Reisende kann jedoch die Mängelanzeige
auch seinem Reisevermittler, über den er die
Pauschalreise gebucht hat, zur Kenntnis bringen. Der
Vertreter des Reiseveranstalters ist beauftragt, für Abhilfe
zu sorgen sofern dies möglich ist. Er ist jedoch nicht
befugt, Ansprüche anzuerkennen.
10.3 Fristsetzung vor Kündigung
Will ein Kunde/Reisender den Pauschalreisevertrag
wegen eines Reisemangels der in § 651i Abs. 2 BGB
bezeichneten Art, sofern er erheblich ist, nach § 651l
BGB kündigen, hat er dem Reiseveranstalter zuvor eine
angemessene Frist zur Abhilfeleistung zu setzen. Dies
gilt nur dann nicht, wenn die Abhilfe vom
Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige
Abhilfe notwendig ist.
10.4 Gepäckbeschädigung und Gepäckverspätung bei
Flugreisen; besondere Regeln und Fristen zum
Abhilfeverlangen
(a) Der Reisende wird darauf hingewiesen, dass
Gepäckverlust, -beschädigung und -verspätung im
Zusammenhang mit Flugreisen nach den
luftverkehrsrechtlichen Bestimmungen vom Reisenden
unverzüglich vor Ort mittels Schadensanzeige („P.I.R.“)
der zuständigen Fluggesellschaft anzuzeigen sind.
Fluggesellschaften und Reiseveranstalter können die
Erstattungen
aufgrund internationaler Übereinkünfte ablehnen, wenn
die Schadensanzeige nicht ausgefüllt worden ist. Die
Schadensanzeige ist bei Gepäckbeschädigung binnen 7
Tagen, bei Verspätung innerhalb 21 Tagen, nach
Aushändigung zu erstatten.
(b) Zusätzlich ist der Verlust, die Beschädigung oder die
Fehlleitung von Reisegepäck unverzüglich dem
Reiseveranstalter, seinem Vertreter bzw. seiner
Kontaktstelle oder dem Reisevermittler anzuzeigen. Dies
entbindet den Reisenden nicht davon, die
Schadenanzeige an die Fluggesellschaft gemäß
Buchstabe a) innerhalb der vorstehenden Fristen zu
erstatten.
11. Beschränkung der Haftung
11.1 Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für
Schäden, die nicht Körperschäden sind und nicht
schuldhaft herbeigeführt wurden, ist auf den dreifachen
Reisepreis beschränkt. Möglicherweise darüber
hinausgehende Ansprüche nach internationalen
Übereinkünften oder auf solchen beruhenden
gesetzlichen Vorschriften bleiben von der Beschränkung
unberührt.
11.2 Der Reiseveranstalter haftet nicht für
Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im
Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen
lediglich vermittelt werden (z. B. vermittelte Ausflüge,
Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen),
wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und
der Reisebestätigung ausdrücklich und unter Angabe der
Identität und Anschrift des vermittelten Vertragspartners
als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet
wurden, dass sie für den Reisenden erkennbar nicht
Bestandteil der Pauschalreise des Reiseveranstalters
sind und getrennt ausgewählt wurden. Die §§ 651b,
651c, 651w und 651y BGB bleiben hierdurch unberührt.
Der Reiseveranstalter haftet jedoch, wenn und soweit für
einen Schaden des Reisenden die Verletzung von
Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten des
Reiseveranstalters ursächlich war.
12. Geltendmachung von Ansprüchen: Adressat,
Information über Verbraucherstreitbeilegung
12.1 Ansprüche nach den § 651i Abs. 3 Nr. 2, 4-7 BGB
hat der Kunde/Reisende gegenüber dem
Reiseveranstalter geltend zu machen. Die Geltendmachung
kann auch über den Reisevermittler erfolgen,
wenn die Pauschalreise über diesen Reisevermittler
gebucht war. Eine Geltendmachung
auf einem dauerhaften Datenträger wird empfohlen.
12.2 Der Reiseveranstalter weist im Hinblick auf das
Gesetz über Verbraucherstreitbeilegung darauf hin, dass
er nicht an einer freiwilligen Verbraucherstreitbeilegung
teilnimmt. Sofern eine Verbraucherstreitbeilegung nach
Drucklegung dieser Reisebedingungen für den
Reiseveranstalter verpflichtend würde, informiert der
Reiseveranstalter den Kunden hierüber in geeigneter
Form. Der Reiseveranstalter weist für alle Reiseverträge,
die im elektronischen Rechtsverkehr geschlossen
wurden, auf die europäische Online-Streitbeilegungs-
Plattform
http://ec.europa.eu/consumers/odr/ hin.
13. Informationspflichten über die Identität des
ausführenden Luftfahrtunternehmens
Die EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen
über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens
verpflichtet den Reiseveranstalter, den
Kunden über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft
sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise
zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen bei der
Buchung zu informieren. Steht bei der Buchung die
ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, so ist der
Reiseveranstalter verpflichtet, dem Kunden die
Fluggesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nennen,
die wahrscheinlich den Flug bzw. die Flüge durchführen
wird bzw. werden. Sobald der Reiseveranstalter weiß,
welche Fluggesellschaft den Flug durchführen wird, muss
er den Kunden informieren. Wechselt die dem Kunden
als ausführende Fluggesellschaft genannte
Fluggesellschaft, muss der Reiseveranstalter den
Kunden über den Wechsel informieren. Er muss
unverzüglich alle angemessenen Schritte einleiten, um
sicherzustellen, dass der Kunde so rasch wie möglich
über den Wechsel unterrichtet wird.
14. Pass-, Visa und Gesundheitsvorschriften
14.1. Der Reiseveranstalter wird den Kunden/Reisenden
über allgemeine Pass- und Visaerfordernisse sowie
gesundheitspolizeiliche Formalitäten des
Bestimmungslandes einschließlich der ungefähren
Fristen für die Erlangung von gegebenenfalls
notwendigen Visa vor Vertragsabschluss sowie über
deren evtl. Änderungen vor Reiseantritt unterrichten.
14.2. Der Kunde/Reisende ist verantwortlich für das
Beschaffen und Mitführen der behördlich notwendigen
Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen
sowie das Einhalten von Zoll und Devisenvorschriften.
Nachteile, die aus dem Nichtbefolgen dieser Vorschriften
erwachsen, z.B. die Zahlung von Rücktrittskosten, gehen
zu Lasten des Kunden/Reisenden. Dies gilt nicht, wenn
der Reiseveranstalter nicht, unzureichend oder falsch
informiert hat.
14.3 Der Reiseveranstalter haftet nicht für die
rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa
durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der
Kunde ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn,
dass der Reiseveranstalter eigene Pflichten verletzt hat.


Diese Allgemeinen Reisebedingungen und
Hinweise gelten für den Reiseveranstalter:
reiseart GmbH & Co. KG
Salzstraße 36
48143 Münster
Telefon 02 51 / 48 15 – 122
E-Mail kontakt@reiseart.de
Stand: März 2022